Kommentar: Wie Facebook die Welt verändert(e)

Hallo,

Facebook ist ja momentan in aller Munde, da sie nun ihren Börsengang planen und vielleicht auch bald vollziehen werden. Da geht beispielsweise die Aktie des Entwicklers Zynga oder anderer Unternehmen nach oben (siehe hier).
Die Presse spielt verrückt, von den meisten Bloggern will ich überhaupt nicht reden.
Jeder Blog, der irgendwas netzrelevantes thematisiert, hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt.
Das ist natürlich verständlich, mehr als 800 Millionen Mitglieder hat das soziale Netzwerk, natürlich bin ich dort auch unterwegs.
In diesem Artikel möchte ich nur kurz auf den eigentlichen Börsengang eingehen, dafür umso mehr auf die aktuelle Vorgehensweise Facebooks, den Datenschutz und weitere Punkte, die mir zu diesem Thema einfallen.

Der Börsengang
Facebook macht Geld ohne Ende und das natürlich, ohne den Nutzern direkt einen Cent aus der Tasche zu ziehen. Wer Geld für mehr Getreide oder Chips beim Pokern ausgibt, der tut dies auf freiwilliger Basis und wird in keinster Weise dazu gezwungen. Facebook verdient sein Geld aus der Werbung, die sich momentan noch rechts am Rand befindet, dazu komme ich aber gleich noch. Zudem holt sich Facebook seine Provision ab, wie eben bei den Spieleentwicklern, die wiederum in Facebook eine Plattform gefunden haben, welche die nötige Nutzerbasis besitzt, um erfolgreich seine (Browser-)Spiele zu verscherbeln. Es wird quasi eine Infrastruktur aufgebaut, die im Rahmen von Facebook bleibt. Dienste wie Spotify schließen enge Kooperationen mit Mark Zuckerberg und seinem Datenimperium (siehe hier). Wer heutzutage nach Personen sucht, geht meist überhaupt nicht mehr den Umweg über Google, sondern sucht direkt über Facebook. Auch Partys können leicht über die Plattform organisiert werden. Den Mehrwert, den die Plattform mittlerweile bietet, scheint man nun als Börsenwürdig zu erachten. Der Wert von Facebook soll sich auf 75-100 Milliarden(!) handeln. Das ist eine unglaubliche Summe für eine Firma, die gerade mal 1 Milliarde Dollar Gewinn gemacht hat. Sicher ist, dass Facebook sehr viel Geld verdienen wird, was uns als Nutzer sicher auch mit weiteren Funktionen zugute kommen wird. Doch werden diese weiteren Funktionen wirklich so gut für uns?

Fortschritt =  Rückschritt?
Die meisten Menschen sind mit Facebook mehr als zufrieden, die Seite läuft flüssig, okay, an den Bugs kann man sicherlich noch einiges ändern. Ein neues Profil, die Timeline? Nein, das muss nicht sein! Die Pflicht, sich bei Facebook anzumelden, um Spotifiy zu nutzen? Nein, das muss nicht sein! Warum soll ich denn jeden Menschen wissen lassen, dass ich mich doch traue, in die neue Haftbefehl Justin Bieber-Platte zu hören? Muss ich mich direkt rechtfertigen? Ich will im Netz uneingeschränkt machen, was ich will, am liebsten anonym! Warum zum Teufel wird mir sowas also aufgezwungen? Ich will meinen Freunden hier und da mal ein Liedchen oder Video zeigen oder vorgeführt bekommen, klappt super, so wie es ist! Wieso gutes ändern? In der Beziehung bin ich vielleicht sogar ein wenig konservativ, aber muss man wirklich dauernd gravierende Änderungen vornehmen, kann man die vielen Entwickler nicht anderweitig beschäftigen? Dies alles ist für mich eine Begleiterscheinung des Börsengangs, denn Aktionäre werden immer mehr erwarten, Profitsteigerungen, höhere Gewinne, die User sollen mehr Zeit bei Facebook verbringen. Die Quartals-Zahlen müssen sich immer wieder aufs neue überschlagen. Das was wir momentan erleben ist nur ein Vorgeschmack darauf, was uns erwarten wird.

Mal schauen, was der Riese in Blau noch mit uns Usern machen wird, protestieren werden wir ja doch nicht, dafür sind wir ja viel zu süchtig…

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